Die größten Schätze einer jeden Mutter sind natürlich ihre Kinder. Was liegt zum Muttertag also näher, als ein persönliches Geschenk mit Fotos der Kleinen zu gestalten?
Ob Sie nun als Vater zusammen mit den Kindern einen Fotokalender für Mama zusammenstellen, oder für Oma ein Album mit Bildern von Ihnen und den Enkeln anfertigen: Das Geschenk wird bestimmt für große Freude sorgen. Und damit die Bilder dafür möglichst gelungen und abwechslungsreich werden, habe ich ein paar einfache Tipps für Sie.
Kinderporträts
Wenn sie ein schönes Porträt anfertigen wollen, heißt das für die Kleinen erst einmal „Stillsitzen““. Klar, dass die Racker da oftmals keine Lust zu haben und die Bilder dann verkrampft wirken. Deshalb bereite ich Kinder bei einer Porträt-Aufnahme erst einmal spielerisch auf die Situation vor. Zum Beispiel setze ich zuerst einen Teddy vor die Kamera und lasse die Kinder durch die Linse schauen. So werden sie neugierig und finden es spannend, mit dem Teddy zu tauschen und selbst vor die Kamera zu treten. Sie können als Fotograf auch einen Helfer engagieren, der die Kinder unterhält, während Sie die Fotos schießen. Dieser sollte aber möglichst direkt neben Ihnen stehen, damit die Kleinen nicht von der Kamera wegschielen, wenn sie ihn anschauen. Denn für Porträtfotos gilt: Der Blick sollte direkt in die Kamera gerichtet sein. Der Körper kann aber ruhig etwas seitlich gedreht sein, damit es lockerer wirkt. Und achten Sie auch darauf, dass sie mit ein bisschen Aufsicht fotografieren (also „von oben“). Schärfe und Fokus liegen auf dem Gesicht, wählen Sie also am besten einen neutralen Hintergrund, der nicht ablenkt.
Und noch ein Tipp zum Licht: Für Porträts brauchen Sie gute Lichtverhältnisse, natürliches Licht ist aber oftmals schöner als künstliches, da es die Gesichtzüge sanfter macht. Lassen Sie also möglichst viel Licht durch die Fenster hinein oder nutzen Sie das schöne Frühlingswetter und schießen Sie die Porträtfotos im Freien.
Die Kleinen in Aktion
Einen Gegensatz zu Porträtfotos bieten Bilder, bei denen Ihre Kleinen voll in Aktion sind. Wenn Sie die Kinder beim Spielen, Basteln und Herumtollen mit der Kamera begleiten, lassen sich viele lustige und emotionale Momente einfangen. Halten Sie am besten etwas Abstand zum Geschehen, damit die natürlichen Aktionen der Kinder nicht gestört werden. Um aber trotzdem nah dran sein zu können, benutzen Sie die Zoomfunktion. So halten Sie vor allem tolle spontane Gesichtsausdrücke fest. Wenn Sie vermeiden wollen, dass die Bilder beim Heranzoomen aus größerer Entfernung verwackeln, halten Sie die Arme möglichst nah
am Körper, lehnen Sie sich an oder suchen Sie sich etwas worauf Sie die Kamera abstützen können. Auch bei einem Gruppenfoto gibt es viele Möglichkeiten, die Bilder natürlich und nicht so gestellt wirken zu lassen. Variieren Sie die Positionen, lassen Sie ein oder mehrere Kinder auf einem Stein oder Baumstumpf sitzen und lassen Sie ihnen ruhig die Spielzeuge in der Hand, mit denen sie gerade beschäftigt sind. Ganz besonders tolle und außergewöhnliche Bilder entstehen, wenn Sie sich auch mal auf Augenhöhe der Kinder begeben und die Welt aus deren Perspektive betrachten. Knien oder setzen Sie sich doch beim Fotografieren mal auf den Boden und Sie werden sehen, wie groß plötzlich ein Schrank, ein Baum oder ein Eiswagen sind!
Niedliche Babyfotos
Für Fotos von kleineren Kindern, die noch nicht herumtollen, empfiehlt es sich, mit der Kamera näher heranzuzoomen, etwa wenn Sie Ihr Baby im Kinderwagen fotografieren wollen. Wählen Sie die Perspektive dabei lieber etwas seitlich als direkt geradeaus von oben, damit das Bild nicht platt wirkt. Aber Achtung: Blitzen Sie nicht zu stark, damit die Kinderaugen geschont werden. Nutzen Sie auch hier am besten natürliche Lichtquellen: nehmen Sie zum Beispiel ihr Baby auf den Arm und gehen Sie ans Fenster, während ein anderer das Foto aufnimmt. Für Bilder Ihres Babys auf dem Boden oder dem Sofa, stützen Sie das Kleine mit Kissen ab. Das macht es zum Einen leichter, eine schöne Position zu finden, und sorgt zudem für Sicherheit, da Ihr Kind nicht so leicht wegkullern kann. Emotionale Fotos kommen am besten durch die Interaktion von Eltern und Kind zustande. So kann beispielsweise der Vater das Baby hochheben und anschauen oder mit ihm kuscheln. Wenn dabei nicht direkt in die Kamera geschaut wird, entstehen besonders innige und natürliche Momente.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein paar Anregungen für abwechslungsreiche Kinderbilder und kreative Geschenke geben. Kombinieren Sie doch einfach verschiedene Typen von Bildern, dann kommen alle schönen Seiten Ihrer Kinder zur Geltung.
Einen schönen Muttertag und eine wundervolle Zeit mit Ihrem Nachwuchs wünscht
Ihre Petra Hennemann
www.schokolinse.de
